Drucken Sie sich das Konzept Innenstadt und das Organigramm aus.

Konzept
       Organigramm

 


Herten, die Stadt der kreativen Quartiere

Unsere Stadt nannten wir einst die größte Bergbaustadt Europas. Das ist lange her.
Seitdem ist die Urbanität Hertens in eine ideologische Sackgasse manövriert worden, ein "Selbstbild" als Ganzes ist nicht mehr zu erkennen. Die Methode der Mit-Mach-Stadt, die hier Abhilfe schaffen sollte, ist gescheitert. Dem Quartier "Innenstadt" fehlt es an Charakter.

Politik und Verwaltung haben keine eigenen finanzinvestiven Spielräume mehr, den Betrieben des sogenannten Konzerns Herten fehlt es an nachhaltiger Rendite, und der städtische Haushalt ist quasi auf Jahre insolvent.

Die Bilder dazu: gewerbliche Leerstände, Dauerbaustellen, freie Industrieflächen, potemkinsche Dörfer und Arbeitslosigkeit. Hinzu kommt eine unerklärliche Ignoranz der Verwaltung gegenüber Ideen von Anderen.
Die Ruhrstadt, die "Metropole Ruhr" bleibt ein Begriff ohne Realitätsreferenz.
Der Pott kocht nicht mehr.

Teil 1

Und dennoch - ´s wirft am Ende des Schachts wie eh und je vertrauensvoll sein Licht, mit dem wir erkennen können - es verbindet uns mit einer globalen Metropole, z.B. mit der Weltstadt "London" mehr, als wir glauben mögen.

Wir haben Schlösser, einen englischen Park, einen grünen Gürtel, landwirtschaftliche Produkte, die Harrods-tauglich sind, einen Golfplatz mit Weltklasse, leibhaftige Adelshäuser mit langer Geschichte, eine ebenbürtige Internationalität, erstklassigen Fußball (im nahen Umfeld), einen Obelisken und eine Travestiebühne!

Und! - worum uns die Menschen an der Themse beneiden: Wir haben einen Berg. Und Sabines Marmelade!

Mit diesen schon gelebten Potentialen und dem richtigen Dreh an den Stellschrauben zukunftsorientierter Stadtplanung haben wir die einmalige Chance, das Mainau, das Worpswede oder die Hackeschen Höfe des Reviers zu werden.

Unsere Aufgabe: mit Alleinstellungsmerkmalen zur Unverwechselbarkeit!

Was ist zu tun?
Auf dem Fundament unserer unveränderbaren Grundwerte wird optional ein weiteres Eigenschaftsfeld natürlichen und menschlichen Wirkens bestellt, das zum Schlüsselfaktor der gesamten sozio-ökologischen und sozio-ökonomischen Stadtentwicklung wird: Kreativität!

Kreativität definieren wir für unseren Fall: als die universelle Eigenschaft aus immerwährenden Kombinationen der Elemente sinnvoll Neues entstehen zu lassen. Diese Qualität hat sich auch der Mensch zu eigen machen können.

Aus dieser Orientierung an der schöpferischen Kreativität in all ihren Facetten ziehen wir das Leitbild für ein neues Herten. Ein Leitbild für die Lebensweisen, die Produktion von Gütern und deren Produktionsverhältnisse und ihrer Konsumtion wie Rezeption.

Das neue Herten heißt dann: Schloss Herten. Die Stadt der Kreativ-Quartiere im Revier.

Kreativität zeigt sich deshalb auch in einem Feuerfisch, einem Chamäleon, der Milchstraße, dem Grand Canyon oder kultureller Erzeugnisse wie einem Schweizer Messer, einem Riedel-Glas, dem Faust oder der Zauberflöte.

Stellen Sie sich, um die Dimension des Vorhabens greifen zu können, ein farbig gestaltetes Kirchenfenster vor, in dem jedes Mosaikteil eine wesentliche Bedeutung an sich, aber auch fürs Ganze hat. Alles wurde handwerklich meisterhaft und künstlerisch gestaltet und bei ausreichendem Lichteinfall strahlt es in größtmöglicher Sinnlichkeit.
Dieses Fenster nun, samt seines dazu gehörigen Domes, nehmen wir als den Altenberger Dom bei Burscheid, entwickelt sich zum Magneten der Wallfahrt im Besonderen und des Tourismus im Allgemeinen.

In tatsächlichen Bildern und Begriffen sähe ein "Kirchenfenster" beispielhaft für das Projekt "Schloss Herten – Die Stadt der Kreativ-Quartiere im Revier" wie folgt aus:
Stadt-Marketing wird zur Chefsache, diesem beigeordnet: die Wirtschaftsförderung, das Kulturbüro, die VHS und ein neues Tourismusbüro (in der sogenannten Brücke der Stadtverwaltung, von außen zu begehen).

Gewerbe der meisterhaften Handwerkskunst wie z.B. ein Florist, ein Schneider für Maßarbeiten, ein Honigtopf mit Süßigkeiten, wie wir ihn aus den Harry Potter Filmen kennen, eine Zeitungs- und Buchkantine, eine Schusterwerkstatt, eine Patisserie und ein Teeladen werden platziert, auch ein Fahrrad-Verleih oder ein Geschäft mit Antiquitäten.
(Obwohl Schloss Herten seit jeher zahlreiche Handwerker beschäftigt hat, setzten die in Herten ansässigen Handwerker wie Spinnradmacher, Leineweber, Küfer oder Schuster ihre Gewerke bis nach Düsseldorf ab - siehe Stadtarchiv Stadt Herten).

Gewerbe mit landwirtschaftlichen Produkten aus der Region wie z.B. ein Laden mit geräucherten Forellen, mit Kartoffeln, ein weiterer Bioladen, Haushaltsgeräte, Weingeschäft, Käseladen werden angesiedelt. Und die Wochenmärkte werden ausgebaut.
Abgeleitet vom Blumenmarkt bekommt das Thema Blumen mehr Gewicht, auch als dekoratives Element.

Neue Kulturformate werden mit geschichtlicher Rücksicht und gezielter Perspektive aufgelegt:
Der Hertener Swinne-Markt! – wird in der Entwicklung der Slow Food und der Bio-Bewegung stehen.
(Zu Beginn des 20.Jahrhunderts wurden wöchentlich durchschnittlich 500 Schweine durchgebracht - Marktstatistik Herten, Stadtarchiv).

Von der Innenstadt werden wir den Park und das Schloss in harmonischer Weise erreichen und an der wiederaufgebauten Hollandmühle aus Langenbochum, vor rundum angelegten Hügelhäuschen, wunderbar einen Kaffee genießen.

Aber auch im Schloss haben wir Zugang zu Büchern "zeitgenössischer Märchen" als Unterabteilung unseres Glashauses.

"Hochzeit in Herten" wird im und am Schloss, aber auch in den anderen dörflichen Lokationen Hertens Top-Marke familiärer Ereignisse.

Und natürlich, das Hertener Märchenfestival 'Allerleimär' findet Zuspruch weit über unsere Stadtgrenzen hinaus. (eine Pressekonferenz im April dieses Jahres wird Sie in allen Einzelheiten über das Festival informieren).





Teil 2

Nun möchten wir weitere Begriffe einführen, die notwendig und gleichwertig zu den Schlüsselfaktoren unseres Konzeptes gehören: Wissens-Ökonomie/ -Bildung und Kultur- und Kreativwirtschaft.

Wissen und Bildung, hier in einem Atemzug vorgetragen, sind der Treibstoff zum Aufbau eines individuell normalen, durchschnittlichen Wohlstandes und das Fundament, individuelle und kollektive Handlungspläne im kritischen Diskurs zum Ziel zu führen.

"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" ist eine Mär der Vergangenheit.
Ü3 heißt heute die Startbahn, auf der die meisten Kinder in den Prozess des lebenslangen Lernens geschickt, aber auch begleitet werden.
Hierzu wird in unseren Familien und den nachrangig gesetzten Institutionen ein guter Job gemacht. In allen Formen des Wissens wird bei der Vermittlung und Implementierung mit hohem Potential gearbeitet. Dennoch möchte ich in engster Abstimmung mit allen Beteiligten erreichen, dass wir uns auch in diesem Feld ein Merkmal der Alleinstellung erarbeiten können. Bei meinen Recherchen zu diesem Konzept wurde mir von allen Leitungen der TOP-Unternehmen dieser Region bestätigt, dass zur Visitenkarte einer Stadt auch und in zunehmenden Maße das Vermögen an Wissen und Bildung gehören.

Insbesondere Wissen und Bildung in Umwandlung, transformatorisch, zur Kreativität zu lenken und einzusetzen ist die Herausforderung unserer Zeit.
Dieser Herausforderung möchte ich mich gemeinsam mit Ihnen stellen.

Dazu beispielgebend einige Gedanken: Wie kann das Thema "Kreativität" noch stärker Einfluss nehmen, ohne mit der Investition an zusätzlicher Zeit einherzugehen?
Wir werden schnellstmöglich einen Raum oder Räume für und mit unseren Jugendlichen einrichten, die wir "Urban House for Art and Culture" genannt haben. Auf deren Flagge steht: Wir brauchen kein Kino, wir machen Kino!
Hier sehen wir die Keimzelle für die stete Entwicklung der kreativen Quartiere.

Wenn es uns dann gelingt, auch aus den in Teil 1 des Konzeptes genannten Feldern, z.B. dem Handwerk, maßgeschneiderte Module der Wissenschaft in unser Tun mit einzubeziehen, sei es an der Hochschule in Recklinghausen oder in Gelsenkirchen und darüber hinaus, dann, aber auch erst dann, spielen wir mit bei dem, was man dieser Tage als "Wissensökonomie" bezeichnet.

Schließlich aktivieren wir "Auf Ewald" die Kultur– und Kreativwirtschaft der zweiten Generation.
Die KfW erwirtschaftete im Jahr 2013 einen bundesweiten Umsatz von 145 Millionen Euro. Dieser Markt umfasst beispielsweise die Kreativfelder wie Design, Fotografie, Event-Management, Musikwirtschaft usw. Mit der Ansiedlung des Unternehmens KAD Event- und Kongressmanagement aus Kempten ist ein erster, wenn auch kleiner, Schritt schon im zurückliegenden Jahr vollzogen worden.
Auch hier wird diese Dynamik seit Jahren erfolgreich mit einem Kulturformat abgerundet: der Nacht der Industriekultur, der EXTRASCHICHT!

Das "Sahnehäubchen" dieser ersten Zusammenstellung kreativer Mosaiksteine ist sicher die Kunst an sich, die sich gerade im Revier mit unentdeckten Potentialen und besonderem Ideenreichtum zeigt. Sie ist der Schussfaden im Netzwerk der Kreativität.

Teil 3

Viele Begriffe könnten noch fallen, viel präziser könnten wir die Projekte beschreiben und noch mehr Ideen aus dem Gehörn unseres Hirschen zaubern. Aber wir hoffen, Sie können sich bereits ein erstes Bild von unseren auf Fachquellen basierenden und jeweils mit Experten und Sachkundigen durchgearbeiteten Ideen machen.

Selbstverständlich gehören zu unserer Planung auch die weitere Entwicklung der Standorte "Schlägel und Eisen" und "Westerholt" sowie der Stadtteile. Nur hatte hier das "Quartier Innenstadt" Priorität. Und wenn Sie sich nun noch fragen: Wie wollen die das finanzieren? - Auch auf diese Frage bleiben wir eine Antwort nicht schuldig. Wir kommen im Rahmen unserer Gesamtbetrachtung auf den Haushalt unserer Stadt schon in den nächsten Tagen auf das Thema zurück.

Gerne stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung, um Ihnen persönlich oder im Kreise Ihres Vereins, der Nachbarschaft usw. Rede und Antwort zu geben. Lassen Sie mich wissen, wie Sie mein Konzept beurteilen, diskutieren Sie es und tauschen Sie sich vor allem aus mit Ihren Kindern.

Zeigen Sie mir mit Ihrer Stimme, dass Sie bereit sind für ein Neues Herten.

Ihr Fred Toplak